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Stand: 29.06.2015

Amory Lovins - Der sanfte Revolutionär

Amory B. Lovins © CC BY-SA 3.0/Rudolf Simon/ bit.ly/1MhXStE

Er nennt es den sanften Weg – „the soft energy path“ – und meint damit nichts anderes als eine schrittweise Energiewende. Amory Lovins strebt ein Energiesystem an, das auf Energieeffizienz und regenerativen Energien beruht – und damit eine sukzessive Abkehr von „harten“ Energien, also fossilen Rohstoffen und nuklearer Technik.

 

Seit über vier Jahrzehnten setzt sich der Physiker bereits für die Umwelt ein: Von 1971 an war er als politischer Berater für die Organisation Friends of the Earth tätig.

 

 

 

 

Beschrieben hat er den sanften Weg nur wenig später in seinem Buch „Soft Energy Paths. Toward a Durable Peace“.

Amory Lovins ist zudem Mitbegründer, Ehrenvorsitzender und leitender Wissenschaftler des Rocky Mountain Institute (RMI) – eine nach eigenen Angaben „unabhängige, unparteiische und gemeinnützige Organisation, die eine effiziente und nachhaltige Ressourcennutzung vorantreibt“. In seinem Buch „Reinventing Fire“ erklärt Lovins auf Basis der Arbeit des RMI, wie die USA ohne Kohle, Öl und Kernenergie bis 2050 wirtschaftliches Wachstum erreichen können.

 

Er bietet dabei Lösungen für Verkehr und Industrie, Gebäude und Stromversorgung an. Und damit nicht genug: Große Leidenschaft zeigte Amory Lovins auch für die Entwicklung eines hocheffizienten Autos, des so genannten Hypercar, sowie beim Bau seines Hauses in Aspen (Colorado). Dieses verbraucht nur einen Bruchteil des durchschnittlichen amerikanischen Energiebedarfs und kommt ohne Heizung aus. Dennoch gelingt es Lovins, hier auch bei eisigen Außentemperaturen tropische Früchte wie Bananen, Mangos und Passionsfrüchte anzubauen.

 

Die Ehrungen, die Amory Lovins für sein Engagement erhalten hat, sind kaum noch zu zählen. Er besitzt zwölf Ehrendoktortitel und ist seit 1983 Träger des Alternativen Nobelpreises, des Right Livelihood Award. In illustrer Gesellschaft befand Lovins sich zudem 2009: Das Times Magazin kürte ihn in der Kategorie Wissenschaftler und Denker zu einem der 100 einflussreichsten Menschen der Welt. Zudem ist er in Sachen Energiewende einer der geduldigsten. „Die Energierevolution ist auf dem Weg, aber die Umsetzung wird noch Jahrzehnte dauern. Das ist gleichzeitig ermutigend und frustrierend – weil es nicht schneller geht. Diese Arbeit erfordert unablässige Geduld“, wurde der Umweltaktivist Anfang 2014 im Guardian zitiert.

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